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Meldung vom 14.12.2011

Pilotprojekt „Tempelhof Inklusiv“

Kiezkultur


Das Nachbarschaftszentrum ufafabrik ist ein Ort des Lernens und der Inklusion. Das Pilotprojekt „Tempelhof Inklusiv“ trägt dazu bei, Erkenntnisse über Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten zu erlangen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert die Umsetzung des Inklusionsgedankens von Menschen mit Behinderungen. Der Inklusionsgedanke fördert gesellschaftliche Veränderungen und versteht darunter keine neuen Angebote zu schaffen, sondern Menschen mit Lernschwierigkeiten in bestehende Angebote einzubeziehen und nicht zu separieren.

Das Pilotprojekt „Tempelhof Inklusiv“ ist eine Kooperation des Paritätischen Wohlfahrtverbands, des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg und des Nachbarschaftszentrums ufafabrik.

Das Nachbarschaftszentrum ufafabrik öffnete verschiedene Kurse für Menschen mit Lernschwierigkeiten. Dr. Monika Seifert und Studierende der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin begleiteten das Projekt wissenschaftlich.

Alle Teilnehmer, Kursleiter sowie betreuende Personen wurden im Anschluss eingehend nach ihren Erfahrungen befragt. Die Ergebnisse wurden am 8. Dezember 2011 im Rahmen einer Veranstaltung im Familientreffpunkt des Nachbarschaftszentrums in der ufafabrik dem Fachpublikum vorgestellt. Dazu hatten die Geschäftsführerinnen des NUSZ Renate Wilkening und Sigrid Zwicker eingeladen die Moderation übernahm Katharina Gerlach (radioBERLIN 88,8).

Dr. Monika Seifert präsentierte die Ergebnisse. Die Erfahrungen der Projektbeteiligten sind durchweg positiv. Obwohl die KursleiterInnen über keine fundierte Ausbildung in Bezug auf Menschen mit Lernschwierigkeiten verfügten, stellten sie sich schnell und ohne Schwierigkeiten auf ihre neue Situation ein. Auch die KursteilnehmerInnen fühlten sich in den Gruppen gut aufgehoben.

Im Anschluss moderierte Katharina Gerlach eine offene Gesprächsrunde. Hier war ausreichend Zeit und Raum, die Informationen und Erfahrungen zu den Angeboten des Nachbarschaftszentrums, aber auch allgemein rund um das Thema Inklusion zu erörtern. Franziska Schneider, Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung legte sehr überzeugend und engagiert dar, welche Rolle sie und das Bezirksamt bei der Umsetzung des Themas Inklusion übernehmen. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen in das Leben im Bezirk einzubeziehen. Dafür sollen sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirksamtes sensibilisiert werden.
Dr. Gabriele Schlimper, Leiterin der Geschäftsstelle Bezirke, berichtete aus der Sicht des Paritätischen Wohlfahrtverbands Berlin. Sie und Reinald Purmann, Referent Behindertenhilfe begleiteten „Tempelhof Inklusiv“ mit großem Engagement und Begeisterung.

Zwei Teilnehmerinnen erzählten ihre persönlichen Erfahrungen den interessierten Gästen. Werner Wiartalla, der auf dem ufa-Gelände Ökotouren inklusiv anbietet, machte deutlich, dass das Wort Inklusion nur ein neuer Begriff ist für das, was die ufaFabrik in ihrem 30jährigen Bestehen schon immer getan hat: alle Menschen einbeziehen, für „Tempelhof Inklusiv“ also die besten Bedingungen. Die erfolgreiche Durchführung und die guten Erfahrungen sollen andere Einrichtungen ermuntern, ähnliche Angebote in ihre Programme aufzunehmen. So lässt sich der Inklusionsgedanke weitertragen und Normalität im Alltag werden.


Wo?

Nachbarschaftszentrum ufafabrik
Viktoriastraße 13
12105 Berlin-Tempelhof

Quelle: Nachbarschaftszentrum ufafabrik



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