Mythos Busen

Mythos Busen ueckermann/www.sxc.hu

Die hartnäckigsten Gerüchte um die zwei wohl interessantesten weiblichen Rundungen

Um kaum eine weibliche Körperpartie wird so viel Wirbel gemacht: Männer, Frauen - in unserer Gesellschaft hat wirklich jeder seine eigene Meinung zum Thema "perfekter Busen". Tendenz bei den Frauen: "Ich bin total unzufrieden mit meinem Busen, er könnte noch viel sexier sein!" Dabei stimmt es überhaupt nicht, dass Männer ständig auf den Busen anderer Frauen schielen. In einer Umfrage gaben weniger als zehn Prozent der Männer an, den Busen ihrer Partnerin nicht zu mögen - alle anderen waren rundum zufrieden. Hier fünf weitere Märchen und Mythen rund um den Busen:

Ohne BH rumlaufen ist ungesund

Nö. Ungesund ist das gar nicht! Aber: Wer immer brav BH trägt, wird auf jeden Fall wesentlich länger einen strafferen Busen behalten. Wenn die Brüste jeden Tag hüpfen, speziell beim Sport, werden sie relativ schnell hängen - das ist Fakt. Ein BH schützt die Brust vor zu großer Einwirkung der Schwerkraft, Bindegewebe und Bandhalteapparat werden gestützt und geschont, der Busen bleibt länger prall und "oben". Interessanterweise hat das Hänge-Phänomen nichts mit der Größe des Busens zu tun: Auch kleine Brüste sacken schnell nach unten, wenn sie keine BH-Stütze bekommen.

Mythos Busen Carin/www.sxc.hu

Alle Männer lieben große Brüste

Es stimmt, dass ein großer Busen für die meisten Männer ein geradezu magnetischer Hingucker ist. Aber nicht, weil sie mit der Besitzerin gleich in die Kiste springen wollen, sondern weil das Unterbewusstsein den üppigen Anblick sofort mit Wärme und Mütterlichkeit verbindet. Die Blickfixierung auf die weibliche Oberweite hat also wirklich mehr mit Biologie und Evolution als mit Lustmolcherei zu tun. Richtig heiß macht fast alle Männer allerdings eine schlanke Taille zu üppigen Hüften: Studien fanden heraus, dass Männer jene Frauen sexuell attraktiv finden, deren Taillen-Hüft-Verhältnis am ausgeprägtesten ist.

Alle Frauen wünschen sich einen großen Busen

2008 gaben noch eine überwältigende Mehrheit der Frauen an, am Pamela Andersons Oberweite besonders beneidenswert zu finden. Auch Top-Model Gisele Bündchen - nicht gerade ein flaches Brett - galt vor zwei Jahren noch als Top-Busen-Vorbild. Doch dann hat eine erstaunliche Trendwende stattgefunden: Inzwischen lassen sich in Deutschland mehr Frauen die Brust per Operation verkleinern als vergrößern. Einige Frauen empfinden bereits ein üppiges D-Körbchen als störend, zu sexy und zu groß. Generell verzeichnen europäische Schönheitschirurgen einen "Trend zur Natürlichkeit".

Mythos Busen Carin/www.sxc.hu

Stillen ruiniert den Busen

Also, ehrlich gesagt: Das Problem ist nicht das Stillen, sondern bereits die Schwangerschaft. Aber "ruinieren" ist sowieso ein viel zu hartes Wort! Richtig ist, dass die meisten Frauen nach der Geburt eines Kindes bis zu eine Körbchengröße kleiner tragen. Die Brust wird weicher und, ja: vielleicht wirkt sie nicht mehr so fest wie früher. Tja, ist halt so! Schuld daran ist aber - wie gesagt - nicht das Stillen, sondern die Tatsache, dass die Brust schon während der Schwangerschaft ununterbrochen spannt und immer größer wird. Ärzte verglichen die Brüste einer Gruppe 39-jähriger Still- und Flaschenmamas: Es gab kaum optische Unterschiede.

Allein die Gene bestimmen die Form der Brust - wer sie verändern will, muss unters Messer

Stimmt nicht. Einflüsse wie Rauchen, ungesunde Ernährung oder Radikal-Diäten beeinflussen Form und Straffheit der Brust massiv. Umkehrschluss: Wer unzufrieden mit dem Aussehen der Brust ist, sollte erst mal seine Lebensgewohnheiten checken. Bei sehr dünnen Frauen wirken sich oft schon ein paar Kilo mehr positiv auf die Brust-Optik aus.

Text: Berliner Kurier