Von Köpenick bis nach Spandau
Das Konzept 'Spree 2011': Große Tanks halten die Spree am Osthafen sauber, bunkern nach Regen überquellendes Abwasser aus der Kanalisation. Die Pontons kann man dann auch als Freibad nutzen.
Spree 2011
So schön wird die Spreepromenade: An den Ufern entstehen Parks, Strände und Anlegestellen
Unsere Spree. Sie war einmal die Lebensader unserer Stadt, die am Mühlendamm gegründet wurde. Und sie soll ein Quell der Lebensfreude werden: Denn rechts und links an ihren Ufern ist ein Spazierweg quer durch Berlin geplant.
Zu Fuß von Köpenicks Altstadt bis nach Spandau immer an der Spree entlang, das ist der Senatsplan. Aus Brachen sollen Parks werden und wo die Ufer schon bebaut sind, soll wenigstens ein Wanderweg am Fluss entlang führen.
Es kann zwar noch Jahre dauern bis zum durchgehenden Spree-Spazierweg. Doch vom Schloss Charlottenburg bis zur Jannowitzbrücke (mit dem wunderbaren Spreeuferpark im Regierungsviertel) geht's schon sehr gut. Was noch geplant ist:
Am Osthafen ist das Projekt "Spree 2011" geplant (und wird jetzt vom Bund mit 1,7 Millionen unterstützt): Nach starkem Regen wird überfließender Dreck aus der Kanalisation zwischenzeitlich in Tanks gebunkert. Die Pontons können zum Beispiel als Strand genutzt werden. Am Gröbenufer (Kreuzberg) wird bis Herbst die historische Anlegestelle erneuert. Hinter der East Side Gallery entsteht ein Park. Wo bis 1945 in Kreuzberg die Brommybrücke stand, wird seit letzter Woche ein Aussichtsbalkon gebaut.
Text: Susanne Kröck, Norbert Koch-Klaucke, Berliner Kurier