Drehort mit und ohne Mauer

Drehort Berlin Lola Rennt Berliner Akzente

Egal ob dunkle Seitenstraße oder imposante Sehenswürdigkeit – gedreht wird in Berlin überall gerne. Und das schon seit mehr als einhundert Jahren. Die Hauptstadt ist unumstritten Deutschlands Filmmetropole Nummer Eins.

Rot-weißes Absperrband spannt sich quer über die Straße, rechts und links parken Lastwagen. „Cinemobil“ steht auf dem einen, „Filmcatering“ auf dem anderen. Dazwischen stapeln zwei Techniker Kameraschienen und Scheinwerfer. Selbst ohne den Hinweis auf einem der zahlreichen Parkverbotsschilder weiß jeder sofort, was hier los ist: Filmarbeiten!

Zählt man Serien, Werbung und Spielfilmproduktionen zusammen, fällt in Berlin bis zu 40 Mal pro Tag die Klappe. Die Stadt ist also geradezu übersät mit Drehorten. BerlinerAkzente.de stellt einige von ihnen auf einem Stadtspaziergang vom Anhalter Bahnhof zum Gendarmenmarkt vor.

Peter Falk am Anhalter Bahnhof

Es ist ein traurig anmutender Ort, den Wim Wenders 1986 auf Zelluloid bannt. Winterlich grau hängen dichte Wolken tief über der Brachlandschaft, die einmal das Gelände des Anhalter Bahnhofs war. Ein perfektes Szenario für „Der Himmel über Berlin“. Regisseur Wenders hatte für seine weltbekannte Geschichte um die Menschwerdung eines Engels unter anderem den amerikanischen Schauspieler Peter Falk gewinnen können. Der schrullige Darsteller spielt sich selbst und wird bei seinem Film-Spaziergang über den Anhalter Bahnhof auch prompt erkannt: „Heh, wat denn, is det Columbo?“, fragt in Szene 5033 ein Jugendlicher seine Begleiter. „Nee, der rennt doch hier nicht durch die Pampe!“ entgegnet ein anderer. Die Jugendlichen lassen Falk, der in der gleichnamigen TV-Serie tatsächlich den kalifornischen Kommissar „Columbo“ spielt, unbehelligt weitergehen.