Im Dezember 1891 wurde die 10. Berliner Markthalle, die heute noch existente Arminiusmarkthalle in Berlin Mitte/Moabit eröffnet. Damit hatte das aufstrebene Gewerbeviertel eine moderne Einkaufstätte bekommen. Nach nur mehr als einem Jahr Bauzeit wurde die Halle – wie alle Markthallen in Berlin – nach den Plänen des Stadtbaurats Blankenstein errichtet. Diese für damalige Verhältnisse kurze Bauzeit, wurde durch moderne Eisen-Konstruktionen mit vorgefertigten Bauelementen ermöglicht. 425 Stände hatten Platz auf 10 Verkaufsgängen, jeder 2,48 m breit, welche rechtwinklig vom 12 m breiten Mittelgang abgingen. Dieser diente damals den Pferdewagen, Handkarren und Hundegespannen als Fahrweg für den Antransport der Waren. Im zweiten Weltkrieg wurde die Markthalle schwer beschädigt und in den fünfziger Jahren wieder hergerichtet. 1990 wurde die Aussenfassade restauriert und 1996 eine aufwendige Innenrestaurierung unter Berücksichtigung historischer Stilelemente durchgeführt. Heute steht die Arminiushalle unter Denkmalschutz.
Im August 2010 wurde mit der Revitalisierung der Moabiter Markthalle mit dem Ziel der Schaffung eines “guten dritten Ortes” für regionale und Manufaktur-Produkte, Kunst, Kultur und Bürgerbeteiligung von der “Die Zunft AG” begonnen. Die historische Halle steht nach Abschluß der Kernarbeiten seit Spätherbst 2010 als “Ort der guten Dinge”, Manufakturenkaufhaus und Veranstaltungsort für Events, Kunst und Kultur wieder zur Verfügung. Die restlichen Umbauarbeiten (u.a. auch die Hallengastronomie, die im Frühjahr 2011 als Zunft[wirtschaft] – auch mit Außensitzplätzen – wieder eröffnet wird) sollen bis zum Frühsommer 2011 abgeschlossen sein.
Die Arminius-Markthalle in Moabit verfügt unter anderem über eine Schauküche und bietet Produkte aus den Bereichen Weingüter, Genusshandwerk, Kosmetik, Accessoires, Wohnen, Antiquitäten Möbel und vielem mehr.