BerlinOnline - StartseiteSehen und gesehen werden - ein nettes Sprüchlein, das von unserem pochenden Herzlein ernst genommen werden sollte, wenn es um das "Cookies" geht. In der medialen Landschaft gilt das Cookies als d e r Szeneclub, und wenn wir gerade beim Stichwort Landschaft sind - durch Berlin wanderte der Club des Öfteren: Von 1994 bis 2001 zog das Cookies fünfmal um. Seit Januar 2007 sind seine Koordinaten: Mitte, Friedrichstraße/Unter den Linden.
Aber egal wo zu orten, das Cookies landet in renommierten oder weniger renommierten Blättchen und egal wo zu finden, eine Einschätzung ist konstant gleich: Die Türsteher betreiben keine Liberalpolitik. Für einen Eintrittsstempel kann man auf das kleine Quäntchen Glück des Lebens oder ein besonders hübsches weibliches Wimpernklimpern setzen, aber eigentlich wird man hier gekannt, oder der Name ziert die Gästeliste.
Gehört man zu den VIPs oder hat im diplomatischen Verhandeln in Sachen Türpolitik Übung, darf man sein Näschen in ein kleines Durchgangszimmer mit elektronischer DJ-Musik stecken, das in den großen Saal geleitet. Hier prunken zwei riesige Kronleuchter von der Decke, und die quadratische Tanzfläche ist eine Nasenlänge entfernt. Man ist stylisch und tanzt zur House Musik, die dem sonst angelegten Maßstab an Qualität nur wacklig standhält. Der Altersschnitt liegt bei Ende 20 plus, und wie bereits erwähnt, die goldene Faustregel, die in diesen Wänden praktiziert wird, ist sehen und gesehen werden - ob tanzend, trinkend oder rauchend. Die Schließzeit, sechs Uhr morgens, kommt Exzessiv-Feiernden entgegen, und trotz allem pompösen Drumherum sind Eintritts- und Bierpreise von allzu großem Pomp verschont geblieben.
Text: Online-Magazin Berliner Akzente
| Adresse: |
Cookies
Friedrichstraße/Ecke Unter den Linden
10117
Berlin
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| Internet: | www.cookies.ch |
| Musikstile: | House, Techno, Electro, Funk, Disco |