Im falschen Film?
Ohne Frage, Hanks bemühte sich über die Dauer der Sendung hinweg, gute Miene zum bösen Spiel zu bewahren, was ihm jedoch nur teilweise gelang. Das Zeigen der Bilder von seinem Ausflug nach Eisenhüttenstadt konnte leider nur bedingt über seinen Missmut hinwegtäuschen. Ebenso wie bei Kollegin Halle Berry, an deren Seite Hanks im bald anlaufenden Kinofilm „Cloud Atlas" zu sehen sein wird, wirkte sein Lächeln eher gequält. Gegenüber dem RBB-Radio gab er es dann offen zu, die Zeit bei „Wetten, dass...?" sei quälend gewesen. Geradezu unverhohlen äußerte er sich zur Samstagabendshow, sodass einem Lanz beinah wieder etwas leid tun konnte. Hanks sagte, er habe sich zuvor nie gewünscht, dass etwas schneller vorbeigehe als der Wahlkampf in den USA. Harte Worte, aber nach Rekapitulation der Sendung vielleicht durchaus verständlich. Der zweifache Oscargewinner hätte mit einer Katzenmütze dagestanden und zugesehen, wie Lanz in einem Sack um ihn herum gehüpft wäre. Mit einer guten Portion Ironie bezeichnete er dieses Erlebnis als Qualitätsfernsehen. Während der meisten Zeit hätte er nicht gewusst, was eigentlich passiert und sich gewünscht, jemand möge ihn aus der Sendung herausholen. Harte Worte eines Mannes, der jedoch offensichtlich schon jahrelang Erfahrungen in internationalen Fernsehformaten gesammelt hat. Hinzu kamen Übersetzungsschwierigkeiten, mit denen vor allem Kollegin Halle Berry zu kämpfen hatte, als ihr Mikrophon im Ohr nicht mehr funktionierte.