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Tom Hanks zu Besuch beim RBB-Radio Berlin

Mischpult sokaeiko/pixelio.de

Das Zittern und Bangen um die Zukunft des Gottschalk-losen TV-Formats „Wetten, dass...?" scheint vorerst überwunden, denn auch am vergangenen Samstagabend konnte ZDF wieder einen eindeutigen Quotensieg verzeichnen. Mit Stars wie Robbie Williams schlug die Sendung sogar Hauptkonkurrent „Supertalent" auf dem Nachbarsender RTL. Etwa 10,74 Millionen Zuschauer verfolgten Neumoderator Markus Lanz , der in Bremen an der Seite eines im Cindy-aus-Marzahn-Kostüm gewandeten Atze Schröder durch den Abend führte. Nachdem es sich kein Geringerer als Hollywood-Schauspieler Tom Hanks am Samstagabend neben Halle Berry und Barbara Schöneberger auf Lanz' Sofa mehrere Stunden bequem gemacht hatte, stattete der 56-Jährige am vergangenen Sonntag auch der Hauptstadt einen Besuch ab. Im Gespräch mit dem Berliner Radiosender RBB-Radio erzählte er von seinen Eindrücken bei der beliebten Fernsehshow.

Im falschen Film?

Ohne Frage, Hanks bemühte sich über die Dauer der Sendung hinweg, gute Miene zum bösen Spiel zu bewahren, was ihm jedoch nur teilweise gelang. Das Zeigen der Bilder von seinem Ausflug nach Eisenhüttenstadt konnte leider nur bedingt über seinen Missmut hinwegtäuschen. Ebenso wie bei Kollegin Halle Berry, an deren Seite Hanks im bald anlaufenden Kinofilm „Cloud Atlas"  zu sehen sein wird, wirkte sein Lächeln eher gequält. Gegenüber dem RBB-Radio gab er es dann offen zu, die Zeit bei „Wetten, dass...?" sei quälend gewesen. Geradezu unverhohlen äußerte er sich zur Samstagabendshow, sodass einem Lanz beinah wieder etwas leid tun konnte. Hanks sagte, er habe sich zuvor nie gewünscht, dass etwas schneller vorbeigehe als der Wahlkampf in den USA. Harte Worte, aber nach Rekapitulation der Sendung vielleicht durchaus verständlich. Der zweifache Oscargewinner hätte mit einer Katzenmütze dagestanden und zugesehen, wie Lanz in einem Sack um ihn herum gehüpft wäre. Mit einer guten Portion Ironie bezeichnete er dieses Erlebnis als Qualitätsfernsehen. Während der meisten Zeit hätte er nicht gewusst, was eigentlich passiert und sich gewünscht, jemand möge ihn aus der Sendung herausholen. Harte Worte eines Mannes, der jedoch offensichtlich schon jahrelang Erfahrungen in internationalen Fernsehformaten gesammelt hat. Hinzu kamen Übersetzungsschwierigkeiten, mit denen vor allem Kollegin Halle Berry zu kämpfen hatte, als ihr Mikrophon im Ohr nicht mehr funktionierte.

Trotz allem: Quotenerfolg bleibt

Diese Kritik dürfte Markus Lanz jedoch relativ unbeeindruckt lassen, denn „Wetten, dass...?" erweist sich nach wie vor als wahrer Zuschauermagnet. Wer stattdessen Gottschalk in Aktion erleben wollte, musste einfach zum Zweitplatzierten „Supertalent" umschalten, in dessen Jury er seinen neuen Platz gefunden hat. Und noch etwas darf im Rahmen von „Wetten, dass...?" nicht vergessen werden: Cindy aus Marzahn soll nach Genesung vorerst Berliner Unterstützung an Lanz' Seite bleiben. Mehr Informationen zum Thema bietet das aktuelle TV-Programm .

(Bilder: sokaeiko/pixelio.de; Hilde Vanstraelen/ www.sxc.hu ; www.d-c-fix.de  ; dpa)