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Mobilfunkangebote: Auf der Suche nach dem richtigen Tarif

Mobilfunkangebote: Auf der Suche nach dem richtigen Tarif D. Braun / pixelio.de

Menschen, die mit dem Handy am Ohr unterwegs zur Arbeit, zum Einkaufen oder zu einer Verabredung sind, fügen sich heute ganz natürlich ins Straßenbild ein. Mobiles Telefonieren und Surfen ist fester Bestandteil des alltäglichen Lebens geworden. Mit der Zahl der Handynutzer ist auch die Anzahl der Telefonanbieter und die Zahl der verschiedenen Vertragsmodelle erheblich gestiegen und für den Verbraucher wird es zunehmend schwerer, sich für den richtigen Handyvertrag zu entscheiden. Um unnötige Ausgaben oder unliebsame Überraschungen auf der Handyrechnung zu vermeiden, sollte bei der Auswahl des Tarifs sehr sorgfältig vorgegangen werden. Inzwischen kann man sich vor allem online auf zahlreichen Seiten umfassend zum Thema Mobilfunk informieren und verschiedene Angebote vergleichen. Grundsätzlich haben Handynutzer zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder sie entscheiden sich für ein Handy mit Vertrag oder für eine Prepaidkarte. Die Frage, welche der beiden Varianten die bessere ist, kann man pauschal nicht beantworten. Hier spielt vor allem eine Rolle, wie das Handy genutzt werden soll.

Eine Analyse des Nutzungsverhaltens hilft bei der Entscheidung

Eine Unterscheidung der einzelnen Nutzergruppen hilft dabei, Vor- und Nachteile von Mobilfunkverträgen und Prepaidkarten herauszustellen. Die grobe Unterteilung von Vieltelfonierern und Wenigtelefonierern hilft dabei nur bedingt weiter. Wer wenig telefoniert, nutzt vielleicht andere Dienste, wie das Versenden von SMS oder MMS umso stärker. Ein Vieltelefonierer dagegen ist am Verschicken von Kurznachrichten eventuell überhaupt nicht interessiert. Hier muss im Einzelfall entschieden werden. Eine Nutzergruppe, die im Regelfall kaum SMS verschickt oder im Internet surft und nur selten kurze Telefonate führt, sind Senioren. Sie haben das Handy meist nur bei sich, um im Notfall Hilfe rufen zu können, erreichbar zu sein oder kurz Bescheid zu geben, wann sie wieder zu Hause sein werden. Jüngere Menschen, für die der Gebrauch eines Handys schon lange zum Alltag gehört, telefonieren häufiger auch längere Zeit mit dem Handy und nutzen teilweise zusätzlich das mobile Internet. Vor allem Geschäftsleute, die viel unterwegs sind, sind darauf angewiesen, immer erreichbar zu sein und auch unterwegs wichtige Geschäftsgespräche führen zu können. Unter Jugendlichen werden gerne größere Datenmengen verschickt, wie zum Beispiel mit der Handykamera gemachte Schnappschüsse. Außerdem ist es beliebt, Spiele oder Videos aus dem Internet herunterzuladen und auf dem Handy abzuspielen.

Kostenkontrolle durch Prepaidkarten

Um sich schließlich für den richtigen Handytarif zu entscheiden, lohnt es sich, sich mit Hilfe der oben genannten Nutzerprofile ein genaues Bild vom eigenen Nutzungsverhalten zu machen. Auf diese Weise kann man beurteilen, welche Dienste bei dem gewählten Mobilfunkanbieter besonders günstig sein sollten. Handys mit Prepaidkarten haben den Vorteil, dass hier im Gegensatz zu vertragsgebundenen Mobiltelefonen keine Grundgebühr anfällt. Das ist vor allem für Nutzer, bei denen das Handy nur im Notfall zum Einsatz kommt, ein erheblicher Sparfaktor. Mit einer Prepaidkarte ist man außerdem nicht an eine vertragliche Mindestlaufzeit von 12 oder 24 Monaten gebunden. Mit einem simlockfreien Handy, also einem Gerät, das nicht mehr durch einen Vertrag auf ein bestimmtes Netz festgelegt ist, ist ein schneller Wechsel zwischen verschiedenen Prepaidanbietern möglich. So kann flexibel auf günstige Angebote reagiert werden. Das System der Prepaidkarten beruht, wie der Name schon sagt, darauf, dass im Voraus bezahlt wird. Damit ergibt sich aber auch eine absolute Kostenkontrolle. Es kann nur so viel Guthaben verbraucht werden, wie auf die Karte aufgeladen wurde. Wird das Handy also gestohlen oder gelingt es einem Kind nicht, die Mobilfunkkosten im Blick zu behalten, kann am Monatsende keine horrende Handyrechnung in der Post liegen.

Datenflatrate für die mobile Internetnutzung

Für den Kostenvergleich zwischen verschiedenen Prepaidanbietern gilt es nicht nur den Grundpreis pro Telefoneinheit zu beachten, sondern auch in welchem Takt abgerechnet wird und ob zum Beispiel am Wochenende ein vergünstigter Tarif gilt. Wird ein Handy mit Prepaidkarte allerdings nur sehr selten benutzt und das Guthaben über Monate hinweg nicht verbraucht, kann es passieren, dass das Guthaben so lange gesperrt wird, bis wieder neues aufgeladen wurde. Solche Regelungen gilt es im Vorfeld im Vertrag nachzulesen. Möchte man das mobile Internet nutzen, ist eine Datenflatrate unbedingt nötig. Das Guthaben einer Prepaidkarte schwindet zu schnell, wenn man die Internetverbindung des Handys freischaltet. Ob man mit einer Telefonflatrate für das Festnetz oder für bestimmte Mobilfunknetze im Vergleich zur Prepaidkarte Kosten sparen kann, darüber entscheidet wiederum, wie viel telefoniert wird. Im Zweifel beobachtet man über einen gewissen Zeitraum hinweg, wie oft man das Prepaidguthaben aufladen muss und vergleicht diese Kosten mit der Grundgebühre für einen Handyvertrag mit Telefonflatrate. Im Hinblick auf die Kostenkontrolle sollte man sich darüber bewusst sein, dass sich auch eine Telefonflatrate nicht auf kostenpflichtige Nummern erstreckt. Ein Tarifrechner für verschiedene Mobilfunkangebote  ist daher ein nützliches Tool, um herauszufinden welcher Tarif der perfekte für einen ist.

(Bilder: D. Braun / pixelio.de; Hilde Vanstraelen/ www.sxc.hu ; www.d-c-fix.de  ; dpa)