Keine Drogen, keine Schlägerei: "The Home" am Kudamm

(c) The Home // Wolfgang Brückner


Wenn man Harald Thieme fragt, warum er schon wieder renoviert, dann berichtet er von wilden Nächten, von "Mädchen, die mit ihren Stöckelschuhen auf den Polstern rumgesprungen und die kaputtgetanzt haben".

Thieme gehört das Club-Restaurant The Home am Kudamm, das am Donnerstagabend mit 500 Gästen Eröffnung feierte. Ihm gehörte auch der Vorgängerladen Goldrot, Treffpunkt der West-Schickeria. Der hatte 2004 eröffnet und war ein Jahr später vom Restaurant mit Bar zum Club-Restaurant umgewidmet worden.

Jetzt möchte Thieme den Wechsel wieder als "Renovierung" verstanden wissen. Im Gespräch stellt sich heraus, dass es ihm doch um ein neues Konzept geht. Bis zu 400 Personen finden Platz in den Räumen, in denen sich früher das Kino Hollywood befand. Das Interieur mit den Lounge-Sesseln ist kühler und zurückhaltender als im kitschigen Goldrot, Street Art stand Pate bei der Wandgestaltung. An der Decke hängt ein Segelflugzeug.

"Wir wollen uns nicht mit Mitte messen. Es geht nicht um junges Publikum. Wir wollen die Leute ab 30 aus Charlottenburg, Wilmersdorf und Steglitz ansprechen", sagt Thieme. Freitags und sonnabends hat das Restaurant geöffnet, dazu wird aufgelegt. An den anderen Tagen möchte er The Home vermieten, an Firmen oder privat, jedenfalls nicht mehr an Partyveranstalter. "Wir wollen keine Schlägereien und Drogen", sagt er. (elm.)

Text: Elmar Schütze / BLZ