Auto angezündet - wohl kein politischer Hintergrund
Wilmersdorf - Ein Auto ist am frühen Freitagmorgen in der Tharandter Straße in Wilmersdorf angezündet und dadurch schwer beschädigt worden. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei mitteilte. Im Gegensatz zu zahlreichen Brandstiftungen an Autos in Berlin in den vergangenen Wochen gehen die Ermittler aber in diesem Fall nicht von einer politisch motivierten Tat aus.
Kind stürzt beim Spielen acht Meter in die Tiefe
Wedding - Tragödie in der Nacht zu Freitag in der Wollankstraße in Wedding. Ein 11-jähriges Mädchen wollte sich während des Spielens mit einer Freundin aus ihrem Kinderzimmer auf ein Parkhausdach abseilen. Sie band mehrere Tücher und Jacken aneinander und schmiss sie aus dem Fenster. Beim Herunterklettern verlor sie jedoch den Halt und stürzte rund acht Meter in die Tiefe. Sie erlitt schwere aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen. Ein Notarzt brachte das Mädchen ins Krankenhaus.
Jugendliche stören Unterricht und schlagen Lehrer
Wilmersdorf - Die Berliner Polizei hat am Donnerstag in einer Wilmersdorfer Schule vier Jugendliche festgenommen. Sie sollen zuvor den Unterricht gestört und einen Lehrer geschlagen haben, wie die Polizei mitteilte. Einer der Täter muss sich nun wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs verantworten. Laut Polizei hatten etwa sechs schulfremde Jugendliche ein Klassenzimmer einer Oberschule in der Eisenzahnstraße betreten, um einen ihnen bekannten 14-Jährigen zu sprechen. Der Lehrer habe daraufhin die Gruppe des Raumes verwiesen. Nachdem er mit der Polizei gedroht habe, seien die Jugendlichen geflohen. Ein 14-Jähriger sei aber geblieben und habe seinen Kumpel in der Klasse mit einem Schulterschlag begrüßt. Der 41-jährige Lehrer habe diesen Schlag als Körperverletzung gewertet und den Störer zum Sekretariat geführt, hieß es. Auf dem Weg dorthin soll der 14-Jährige dem Lehrer mehrfach gegen den Arm geschlagen haben, um zu fliehen. Im Sekretariat sei dann, während man auf die Polizei gewartet habe, einer der Komplizen aufgetaucht, um den Mittäter zu «befreien». Dieser 15-Jährige wurde ebenfalls festgehalten. Nach Eintreffen der Polizei nahmen die Beamten auf dem Schulhof noch zwei 14-Jährige der Gruppe fest. Nach Aufnahme der Personalien seien drei aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden.
Polizei findet in Berliner Wohnung 44 scharfe Schusswaffen
Tempelhof - Die Polizei hat bei Wohnungsdurchsuchungen in Brandenburg und Berlin Waffen und Munition in großer Zahl sichergestellt. In einer Tempelhofer Wohnung wurden 44 scharfe Schusswaffen entdeckt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei gemeinsam mitteilten. Der 64-jährige Wohnungsinhaber habe bereits am Mittwoch Haftbefehl erhalten. Ihm werden Verstoß gegen das Waffengesetz und gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, wie es weiter hieß. In der Wohnung des Mannes hatten die Ermittler auch mehrere Zehntausend Euro und D-Mark Bargeld gefunden. Daraufhin wurden den Angaben zufolge weitere Wohnungen in der Hauptstadt und der Mark durchsucht. Im Landkreis Teltow-Fläming wurden vier Pistolen sichergestellt. Ein 60-Jähriger wurde ebenfalls wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz und das Kriegswaffenkontrollgesetz festgenommen. Er sollte ebenfalls einen Haftbefehl erhalten. Woher die Waffen stammen und wozu sie genutzt werden sollten, wird noch ermittelt.
Treffen mit Internetbekanntschaft endet mit Raub
Treptow-Köpenick - Ein scheinbar harmloses Treffen mit einer Internetbekanntschaft hat sich für einen 41-Jährigen als kriminelle Masche entpuppt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, hielt sich der Mann am Mittwoch mit der Frau in seiner Wohnung in Alt-Glienicke (Treptow-Köpenick) auf, als plötzlich zwei unbekannte Männer in seiner Wohnung standen und ihn mit einem Messer bedrohten. Die Täter forderten den Mann auf, Wertsachen und seine Geldkarte herauszugeben. Als er der Aufforderung nicht nachkam, schlugen sie ihn, wie es hieß. Danach fesselten und knebelten sie das Opfer in einem Nebenraum. Die zwei Männer und die Frau durchwühlten die Wohnung und raubten den Angaben zufolge elektronische Geräte. Das Trio flüchtete mit der Beute. Der Mann erlitt leichte Verletzungen.
Cottbuser Banküberfall: Tatverdächtiger verhaftet
Cottbus - Wenige Tage nach einem Banküberfall in Cottbus hat die Berliner Polizei einen 63-jährigen Tatverdächtigen verhaftet. Der Mann sei zuvor in der Bundeshauptstadt wegen einer räuberischen Erpressung festgenommen worden, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der 63-Jährige soll am 5. Februar eine Bankfiliale in Cottbus betreten und von einer Angestellten mit vorgehaltener Pistole Geld gefordert haben. Er habe auch gedroht, die Frau zu erschießen. Der Täter konnte zunächst unerkannt fliehen. Schließlich kamen die Cottbuser Kriminalisten durch Hinweise ihrer Berliner Kollegen dem bundesweit einschlägig bekannten Mann auf die Spur.
Fahnder nehmen mutmaßlichen Millionenbetrüger fest
Hamburg/Berlin - Zielfahnder des Hamburger Landeskriminalamts haben einen mutmaßlichen Millionenbetrüger in Berlin gefasst. Der 37-Jährige gilt als Komplize eines Verdächtigen, der bereits im November nach jahrelanger Fahndung in einer Bank in Essen festgenommen worden war, wie die Polizei in der Hansestadt am Donnerstag mitteilte. Die beiden Männer sollen mit falschen Personalien zahlreiche Kredit- und EC-Karten beantragt und damit Banken in ganz Deutschland geprellt haben. Nach der Verhaftung seines Mittäters hatte der 37-Jährige nach Erkenntnissen der Ermittler mit der Betrugsmasche weitergemacht.
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