9. November

Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 am Grenzübergang Invalidenstraße. Foto: Ulrich Paul

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 herrschte in ganz Berlin Ausnahmezustand. Dieses Bild entstand am Grenzübergang Invalidenstraße.
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Chronologie des Tages

Der Himmel über Berlin

Am 9. November 1989 fiel die Mauer, die Teilung Deutschlands war Geschichte – Impressionen von den vielfältigen Feierlichkeiten in der wiedervereinigten Hauptstadt

Am frühen Abend schon wird im Hotel Adlon das Manuskript der Rede von Guido Westerwelle verteilt. Und nach erster Lektüre muss man Sorge haben, dass der Abend noch etwas staatstragend langweiliger verlaufen könnte als ohnehin gedacht. weiter »

Die Welt feiert den Mauerfall

Hunderttausende Berliner und mehr als 30 internationale Staatsgäste erinnern an den 9. November 1989 / Merkel würdigt Bürgerrechtler / Spektakulärer Fall der Dominosteine

Berlin - Mit bewegenden symbolischen Gesten, politischen Gesprächen und einem Fest am Brandenburger Tor haben Politiker und Bürger aus aller Welt die Öffnung der Mauer vor 20 Jahren gefeiert. weiter »

Zwanzig Jahre Freiheit – Berlin feiert

Mit einem großen Fest gedenkt die Hauptstadt heute des Mauerfalls und der friedlichen Revolution von 1989 / Staats- und Regierungschefs aus aller Welt zu Gast / US-Außenministerin Clinton: Ein Kontinent wurde verändert

Berlin - 20 Jahre nach dem Mauerfall feiert Berlin heute das Fest der Freiheit mit einem Riesen-Programm und hunderttausenden Gästen aus aller Welt. Staats- und Regierungschefs werden mit den Deutschen den Jahrestag des 9. November 1989 begehen. weiter »

Ein Lebensgefühl ohne Himmelsrichtung

Was ist Ost, was ist West? Zu Besuch bei Nachbarn einer neuen Wohnsiedlung in Prenzlauer Berg

Berlin - Als die Mauer noch stand, waren Ostdeutsche für den Finanzberater Peter Schäfer, 43, aus Wetzlar so weit weg wie Chinesen, heute ist einer seiner besten Freunde aus Weißensee. Für den … weiter »

Serie: Auf in den Osten

Wegen ihm kam sie in die DDR: Margareta Goeritz mit ihrem Hochzeitsbild und dem Porträt ihres inzwischen verstorbenen Mannes Peter.

Auf in den Osten - das sagten sich zu Zeiten der deutschen Teilung viele Bundesbürger und siedelten in die DDR über. Misstrauisch beäugt vom neuen Staat mussten sich viele Widersstände überwinden. weiter »

Sandmännchen küsst Maus

Eine Mauer, die nicht trennt: Berliner und Touristen strömen zu den bunten Domino-Steinen

Berlin - Es verläuft wieder eine Mauer zwischen Ost und West – und alle sind begeistert. „Einfach wunderbar“, urteilen zwei ältere Damen. „Eine tolle Idee“, sagt ein 11-jähriger Junge, und ein … weiter »

Mauerfall? Auweia!

Linkspartei-Fraktionschef Udo Wolf über die gelungene Ost-West-Integration und die Probleme bei der Eingliederung von Migranten

Herr Wolf, 20 Jahre sind seit dem Mauerfall vergangen. Spielt es in der Linkspartei noch eine Rolle, dass Sie Westdeutscher sind? weiter »

„Berlin hat den Preis der Einheit bezahlt“

Der frühere Regierende Bürgermeister Walter Momper erinnert sich an die Nacht des 9. November und die Zeit der Einschränkungen danach

Berlin - Für Walter Momper kam die Öffnung der Grenze am 9. November 1989 nicht überraschend. Bereits elf Tage vor dem Mauerfall hatte der damalige Regierende Bürgermeister von West-Berlin bei einem … weiter »

45 Mal beschädigt, 45 Mal erneuert

Die East Side Gallery sieht fast wieder aus wie zu Wendezeiten. Viele Bilder sind restauriert worden und nun besser geschützt gegen Wind, Wetter und Graffiti. Nicht jeder feiert heute gern die Grenzöffnung von damals

Zuletzt wurden die Zwangspausen länger. Wenn der Regen sich in die Farben mischte und die vor Kälte klammen Finger den Pinsel nicht mehr halten konnten, kamen Günther Schäfer leise Zweifel, ob er es … weiter »

Rostiger Stahl erinnert an erschossene Flüchtlinge

Entlang der ehemaligen Grenze an der Bernauer Straße entsteht neben der Mauergedänkstätte eine Gedenklandschaft mit Wachturm, Mauerteilen und Porträts von Opfern.

Axel Klausmeier ist vermutlich der einzige Bauherr in Berlin, der sich darüber freut, dass sein Neubau schon vor Fertigstellung rostet. „Ein bisschen mehr könnte es noch regnen, dann sieht die … weiter »

Und wieder fällt die Mauer

Der 9. November 1989 wird nicht nur mit einem Fest der Freiheit am Brandenburger Tor gefeiert

Ost- und West-Berlin sind an diesem Wochenende wieder getrennt, zumindest zwischen Potsdamer Platz, Brandenburger Tor und Reichstag ist kein Durchkommen mehr, hier wurde entlang des ehemaligen … weiter »

Die verschwundene Mauer

Studien sagen, die Jugend würde sich nicht mehr für die geteilte deutsche Geschichte interessieren. Vielleicht haben sie ja ihre eigene.

Berlin - Till Bussmann überquert jeden Tag die Grenze, auch wenn er es meistens gar nicht merkt. Von seiner Wohnung im Wedding fährt er mit dem Fahrrad die Gartenstraße runter. weiter »

Wir dachten, der Westen passt nicht zu uns

Katrin Göring-Eckardt über ihre Annäherung an das vereinte Deutschland

Katrin Göring-Eckardt, 1966 in Friedrichroda in Thüringen geboren, ist seit 2005 Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Seit Mai 2009 ist sie zudem Präses der Synode der EKD. weiter »

Verzögerte Attacken

Ängste und Panik vor ständiger Überwachung haben den Bürgerrechtler Werner Fischer zeitversetzt eingeholt. Sein langer Weg in ein neues Leben.

"So sieht ein glücklicher Bürgerrechtler aus“, sagt Werner Fischer, zeigt auf sich und lacht kurz auf. Fischer hat immer so gelacht, aus der Kehle heraus, ein wenig gepresst. weiter »

Mit ignoranter Coolness

So sah Kreuzberg in seiner einstigen Randlage auf den Osten. Dann störten staunende DDR-Touristen in Marmorjeans die Ruhe

Es war ja nicht so, dass man in West-Berlin ständig an den Osten dachte. Genaugenommen waren auch nicht die Berliner auf der anderen Mauerseite eingesperrt. weiter »

Die große Neugier

Wie sollen wir leben? Das fragte sich ein paar Tage lang fast ein ganzes Volk. Dem Sozialismus erteilte es eine entschiedene Absage. Davon hat er sich bis heute nicht erholt. Vom Leben in einem alternativlosen Land.

Dieses stille Land war nicht wiederzuerkennen. Nicht nur wegen der vielen Rufe „Wir sind das Volk“. weiter »

Vielleicht kippt die Sache noch

In einer sächsischen Kleinstadt war der Herbst 89 vor allem Abwarten und stilles Hoffen. Eine Erinnerung

Meine Revolution hat im Keller stattgefunden. Die großen, welthistorischen Dinge mögen sich im Herbst 89 auf den Straßen, in Kirchen und Theatern ereignet haben. weiter »

Bei Tageslicht

Eine Bürgerrechtlerin erinnert sich auf dem Alexanderplatz an die Demonstration vom 4. November 1989

Berlin - Tina Krone kippt den Regenschirm beiseite, damit sie näher an die übermannshohe Ausstellungswand auf dem Alexanderplatz herantreten kann. November in Deutschland. weiter »

Durchs Abwasser in den Westen

Eine Ausstellung zeigt, wie die DDR im Untergrund mauerte

Das DDR-Regime hat sich sehr bemüht, damit seine Bürger da bleiben. Oben, auf den Straßen Berlins, ließ es ab August 1961 die Mauer bauen, um die immer größer werdende Fluchtbewegung seiner Bürger zu stoppen. Jeder kennt die Bilder. weiter »