Berlin

Köpenick untersagt Nazi-Konzert

Keine Musik für Nazis: Der Bezirk Treptow-Köpenick will ein für Samstagabend geplantes konspiratives Rechtsrock-Konzert unterbinden. Foto: ddp
Keine Musik für Nazis: Der Bezirk Treptow-Köpenick will ein für Samstagabend geplantes konspiratives Rechtsrock-Konzert unterbinden.

„Kategorie C“ wollte an der Nalepastraße spielen

von Andreas Kopietz

Berlin - Der Bezirk Treptow-Köpenick will ein für Samstagabend geplantes konspiratives Rechtsrock-Konzert unterbinden. Nach Informationen der Berliner Zeitung wollte die Bremer Hooliganband „Kategorie C“, die vor allem im rechten Spektrum beliebt ist, auf dem Gelände einer alten Möbelhalle an der Nalepastraße 13 - 64 auftreten.

Der Veranstalter, das in der rechten Szene beliebte Modelabel Eric & Sons, erwartet bis zu 1 000 geladene Gäste, die aus dem ganzen Bundesgebiet anreisen. Darunter sind nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden hunderte gewaltbereiter Neonazis. Der Konzertort war vom Veranstalter bislang geheim gehalten worden, um Störungen der linken Szene zu vermeiden, die seit Wochen gegen das Konzert mobilisiert. Wer ins Konzert will, muss sich in einer Gästeliste eintragen lassen.

Bezirksbürgermeisterin Gabriele Schöttler (SPD) teilte am Freitag dem Anwalt des Veranstalters mit: „Eine Genehmigung kann gegenwärtig für die von Ihnen angezeigte Veranstaltung nicht erteilt werden.“ Die Ablehnung wird unter anderem mit Problemen beim Lärmschutz begründet. Denn die Veranstalter haben auch eine Freifläche an der Möbelhalle angemietet. Zudem sei unklar, wie ein öffentliches Rockkonzert nur mit geladenen Gästen erfolgen könne.

Berliner Zeitung, 7.11.2009