LEIPZIG. Etwa hundert Studenten haben am Montag den Sitzungsraum im Rektoratsgebäude der Leipziger Universität besetzt, in dem heute die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) tagen soll. In einer Erklärung sprechen Organisatoren der bundesweiten Studentenproteste der HRK das Recht ab, sich als "die Stimme der Hochschulen" zu bezeichnen. Sie sei eine "nicht legitimierte Lobbyorganisation". Das Gremium der Rektoren von 260 deutschen Hochschulen soll ab sofort öffentlich tagen, fordern die Studenten. Es soll sich gegen Studiengebühren und Zulassungsbeschränkungen aussprechen sowie für eine grundlegende Korrektur der Bachelorreform eintreten.
Noch sei nicht ganz sicher, ob das Rektoratsgebäude wirklich Tagungsort sein sollte, sagte ein Studentensprecher auf Anfrage. Auch das Neue Rathaus komme in Frage. Die HRK hüllt sich über den Tagungsort in Schweigen. Zu ihrem Treffen werden Tausende protestierende Studenten erwartet. (har.)