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"Ziel ist, so vielen Menschen wie möglich zu helfen"

Kai Kajus Noack programmiert gern und stellt im Internet viele nützliche Seiten zur Verfügung

Philipp Kay Köppen

Während andere Studenten über Büchern hocken und für Klausuren pauken, bereichert Kai Kajus Noack mit seinen Ideen das Internet. Er hat eine Erste-Hilfe-Software fürs Handy programmiert, mit der man etwa bei Unfällen sofort weiß, was zu tun ist, und die man sich kostenlos unter www.firstai.de herunterladen kann. Außerdem hilft der junge Unternehmer Schülern mit Online-Tutorien.

Kai, du hast mit deinen jungen Jahren das Internet schon mit einigen guten Ideen bereichert. Hast du neben deinem Studium überhaupt noch Freizeit?

Das Programmieren nimmt schon sehr viel Zeit in Anspruch. Bis heute habe ich über 1 100 Stunden allein in das Lernvideo- und das Erste-Hilfe-Projekt gesteckt.

Woher hast du überhaupt all das Wissen, das du zum Beispiel mit der Erste-Hilfe-Software zur Verfügung stellst?

Die Infos habe ich selbst recherchiert und dann mit Sanitätern und Ärzten abgestimmt. Dann habe ich die Software in Deutsch und Englisch programmiert -die weiteren Übersetzungen in Französisch, Litauisch, Vietnamesisch und einigen andere Sprachen wurden von Freiwilligen gemacht.

Klingt nach einem ehrgeizigen Projekt.

Ja, und ich hoffe sehr, dass die Software bald in noch mehr Sprachen zur Verfügung steht. Deshalb bin ich stets auf der Suche nach freiwilligen Übersetzern. Ziel ist es, so vielen Menschen wie möglich zu helfen. Ich glaube, dass es sinnvoll wäre, solch ein Erste-Hilfe-Programm auf jedem Handy standardgemäß zu installieren.

Kommen wir zu deinem Herz für Schüler: Auf deiner Website www.lernvideos.blogspot.com findet man hauptsächlich Mathevideos. Warum ausgerechnet Mathe?

Natürlich habe ich immer ein offenes Ohr für Wünsche, deshalb gibt es auf der Homepage auch die Rubrik "Wunschvideos". Allerdings weiß ich aus Erfahrung, dass Mathe für viele nicht sehr verständlich ist, weil mit Formeln um sich geworfen wird, die man auswendig lernen muss, ohne zu verstehen, warum sie funktionieren. So hoffte auch ich damals bei jeder Klassenarbeit, wenigstens einigermaßen durchzukommen.

Und wie kommt es, dass du heute sogar Nachhilfe geben kannst?

Als ich meine Fachhochschulreife nachholte, hatte ich Glück mit der Lehrerin. Sie konnte sehr gut erklären, das hat mich motiviert, sodass letztendlich sogar eine Eins auf meinem Zeugnis stand. Genau solche Erfolgserlebnisse will ich den Schülern mit meiner Software und meiner Art zu erklären auch ermöglichen.

Interview: Philipp Kay Köppen, 18 Jahre

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foto: Kai Kajus Noack ist 26 Jahre alt und studiert Medieninformatik.