Textarchiv

Staatsanwalt ermittelt bei BMW

Probleme mit Bremssystem

xkbö

BERLIN, 5. Juli. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Fahrzeugbauer BMW. Das bestätigte ein BMW-Pressesprecher der Berliner Zeitung. Grund der Ermittlungen seien Störfälle beim ABS-Bremssystem der Motorradreihen Boxer und den K-Modellen. Nach Angaben des BMW-Sprechers habe ein Kunde einige Dutzend Fälle gesammelt, bei denen es zu Problemen mit dem ABS-System kam, und diese zur Anzeige gebracht.

Der Sprecher betonte, dass BMW seit längerem von Störungen des Bremssystems mit der Bezeichnung BMW Motorrad Integral ABS wisse und allen Fällen nachgegangen sei. "Wir nehmen die Störungen ernst, sehen aber nach wie vor keinen Bedarf zur Veränderung des Systems." Deshalb werde es auch keine Rückrufaktion geben. Bei Problemen schalte das ABS in einen vom Gesetzgeber zugelassenen hydraulischen Bremsvorgang. BMW werde die von der Staatsanwaltschaft eingeleitete unabhängige Prüfung vorbehaltlos unterstützen. Gleichzeitig dementierte BMW Berichte, wonach ein Zusammenhang zwischen der Weiterentwicklung des ABS Systems und den aktuellen Problemen bestehen soll. Nach Angaben des Unternehmens sind weltweit rund 260 000 BMW-Motorräder mit dem Integral ABS ausgestattet. (xkbö.)