WILMERSDORF. Sie hätten längst fertig sein sollen, das Luxushotel und die teuren Eigentumswohnungen auf dem Teufelsberg. Jetzt ist das Bauvorhaben offiziell gescheitert. Selbst wenn sie noch wollte, dürfte die Kölner Investorengruppe Gruhl & Partner nicht mehr bauen. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung will dem Vorhaben das Planungsrecht entziehen. Eine entsprechende Senatsvorlage wird erarbeitet. "Dem muss aber noch das Abgeordnetenhaus zustimmen", sagte Sprecherin Petra Rohland.
Wie der 115 Meter hohe Teufelsberg künftig genutzt wird, ist unklar. Sowohl Vertreter des Abgeordnetenhauses als auch des Bezirksparlaments von Charlottenburg-Wilmersdorf haben sich dafür ausgesprochen, das Areal der Bevölkerung zur Verfügung zu stellen. Andere fordern, die Kuppeln auf dem Berg - Überbleibsel einer Abhöranlage der Alliierten - als Denkmal zu erhalten. Die Grünen im Abgeordnetenhaus wollen dazu auf der kommenden Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses einen entsprechenden Antrag einbringen. "Wir sehen die Forderungen, auf dem Teufelsberg wieder Wald und Wiese anzulegen, mit Skepsis", sagte der Sprecher der Finanzverwaltung, Matthias Kolbeck. Eine Entscheidung sei aber noch nicht getroffen. Noch gehört das Gelände Gruhl & Partner, die es 1996 für umgerechnet 2,65 Millionen Euro vom Land Berlin gekauft hatten. (cls.)