Tara Donovans Skulpturen sehen aus wie Wabenkolonien von futuristischen Insekten, wie wuchernde Gebilde von einem anderen Stern, ja zuweilen sind es haarfeine Strukturen, die man Menschenhand schon nicht mehr zutraut. Dabei benutzt die New Yorkerin banale, alltägliche Materialien wie Trinkhalme, Papierformen, Zahnstocher, Stecknadeln und alle Arten von Klebstoff. Aus diesen Zutaten lässt sie fragile Landschaften über den Boden kriechen, hauchzarte Gewebe die Wände empor wachsen, oder sie fügt Millionen von Nadeln zu einem rätselhaften Kubus, der wie eine magische Kaaba aus einer anderen Welt wirkt. Wer das Staunen über eine verblüffende Virtuosität des Einfachen lernen will, sollte diese Ausstellung nicht versäumen.
Akira Ikeda Gallery auf dem Pfefferberg-Gelände, Schönhauser Allee 176, Tel. 44 32 85 10. Bis zum 26. Juni jeweils Di-Sa von 11-18 Uhr geöffnet.