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Ex-Neonazi kein Kandidat für PDS

Von Wahlliste gestrichen

Jens Blankennagel

HALBE. Drei Stunde vor Ende der Anmeldefrist für die Kommunalwahl im Oktober hat die PDS-Ortsgruppe Halbe (Dahme-Spreewald) den ehemaligen Neonazi Ulli Boldt am Donnerstag von der Wahlliste für den Gemeinderat gestrichen. Das bestätigte der Geschäftsführer des PDS-Kreisverbandes Arndt Reif. "Wir haben bis Mittwoch nichts von seiner Vergangenheit gewusst", sagte er. Kein Genosse habe sich in einer eilig einberufenen Sitzung für Boldt ausgesprochen. Der 37-Jährige habe sich zwar zu den linken Positionen der Partei bekannt. "Doch sein Vorleben ist nicht mit unseren Grundsätzen vereinbar", sagte Reif. Boldt, der seit drei Jahren als Unternehmensberater in Halbe lebt, war seit Anfang der 90er Jahre ein Aktivist der rechtsextremistischen Szene. Er war Mitglied der später verbotenen Nationalistischen Front und anderer vom Verfassungschutz beobachteten Organisationen. Er selbst sagt, er habe sich vor Jahren von seinen Gesinnungsgenossen getrennt.

"Das können wir nicht beurteilten", sagte PDS-Mann Reif. Aber Boldt habe in Gesprächen vor der Kandidatur die früheren rechtsextremistischen Aktivitäten verschwieben. "Es bleibt die Frage, wie uns das passieren konnte", sagte Reif. (bla.)