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Thilo Sarrazin nimmt nichts zurück

Jan Thomsen

Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat am Mittwoch in einer Sondersitzung des Rechtsausschusses seine umstrittenen Äußerungen zur Berliner Justiz weder bedauert noch zurückgenommen. Der Senator hatte vorige Woche im Parlament erklärt, es sei durchaus üblich, dass "im Vorfeld von Haushaltsberatungen Mörder laufen gelassen werden" - um Druck auf die Haushaltspolitiker auszuüben und eine bessere Ausstattung zu erreichen. Kurz zuvor hatte ein Richter einen unter Totschlagsverdacht stehenden Mann freigelassen, weil aus Gründen der Überlastung kein Gerichtstermin zustande gekommen war. Sarrazin sagte lediglich, er schließe nicht aus, dass dieser Vorgang ein Zufall gewesen sei. (jan.)