Den neuen Haarschnitt von Nina Ruge wird das gemeine Fernsehpublikum erst am 18. November bewundern können. Die ZDF-Moderatorin ("Leute heute") war zwar schon gestern beim Friseur, fährt aber erst einmal für eine Woche in die USA. Rein privat.
----Der Urlaub war schon geplant, ehe die langen blonden Haare der 43-Jährigen am Mittwochabend bei der Verleihung des Autopreises "Das goldene Lenkrad" im Berliner Springer-Verlagsgebäude von einem Bühnenfeuerwerk auf der linken Seite weggebrannt wurde. Bis auf die Wurzeln. Im Publikum glaubten viele zunächst an eine gelungene Show-Einlage, als die Moderatorin mit ihrer verwüsteten Frisur auf die Bühne kam. Auch Co-Moderator Jörg Kachelmann, der zurzeit des Unfalls hinten im Fond des preisgekrönten Autos saß, merkte zuerst nichts. "Ich dachte nur, dass sie irgendwie komisch aussieht", sagte er. Doch nach einem Blick auf ihr gerötetes Gesicht verlangte er sofort nach einem Arzt im Publikum. Der behandelte Nina Ruge mit Brandgel.
"Sie hat einen riesigen Satz zur Seite gemacht, als die Stichflamme neben ihr hoch schoss", schilderte Verleger-Witwe Friede Springer auf dem anschließenden Fest im 18. Stock des Hauses den Vorfall. Frau Springer saß mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, Bundesverkehrsminister Reinhard Klimmt und Berlins Regierendem Bürgermeister Eberhard Diepgen in der ersten Reihe. Was passiert wäre, wenn Nina Ruges Anzug Feuer gefangen hätte, wollte sich Friede Springer lieber nicht vorstellen: "Ich bewundere sie maßlos, dass sie die Show noch zu Ende moderiert hat." Nina Ruge hatte, obwohl sie sichtlich unter Schock stand, standhaft weitergemacht. Erst nach der Veranstaltung fuhr sie mit ihrem Lebensgefährten, Ford-Manager Wolfgang Reitzle, in die Charité, wo an der linken Hand Verbrennungen ersten Grades festgestellt wurden.
Zahlreiche Gäste kritisierten auf der Party, dass das Bühnenfeuerwerk einfach zu gross gewesen sei. Sogar in der dritten oder vierten Reihe hätte man die Hitze noch deutlich gespürt. "Der Springer Verlag wird sich für Nina Ruge etwas einfallen lassen müssen", war die einhellige Meinung. "Ich mache mir große Sorgen um sie", sagte Rennfahrer Hans Joachim Stuck, und Sängerin Kim Fisher dankte im Stillen ihrem Vater. Auf sein Drängen hin hatte sie vor kurzem eine Unfallversicherung abgeschlossen. "Bei meinen Auftritten brennen die auch immer so ein Zeug ab."
----("Leute"-Kolumnist Andreas Kurtz ist zurzeit im Urlaub.)