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Chaoten-Sturm auf Tempelhof
Polizei verteidigt Gelände mit Waffengewalt - Dutzende Festnahmen
Am Nachmittag eskalierte die Lage: Ein Zivil-Polizist verhindert gewaltbereite Demonstranten, einen gerade festgenommenen Randalierer zu befreien.
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A. Meyer
Berlin - Polizeihubschrauber kreisen am Himmel, Mann an Mann reihen sich Polizisten am acht Kilometer langen Flughafenzaun. Wasserwerfer und Räumfahrzeuge beziehen Stellung. Während erste Krawallmacher das Gelände umkreisen – manche kamen zu Fuß, andere auf Rädern.
Ausnahme-Zustand am Ex-Flughafen Tempelhof, beängstigend und bedrohlich. 1800 Polizisten in Alarm. Polizei-Chef Dieter Glietsch hatte den Chaoten ein „hartes Durchgreifen“ prophezeit.
So war es auch, als nach dem Aufruf zur Besetzung um 13.30 Uhr 26 Anarcho-Clowns in der Oder-/Ecke Kienitzer Straße den Zaun stürmen wollten. Festnahme.
Sofort schlug die Initiative „Squat Tempelhof“ Alarm. Die koordinierte über Internet-Foren wie Twitter ihren Sturm: „14.53 Uhr, Loch im Zaun Oder-/Ecke Siegfriedstraße... 15.04 Uhr, Kessel in der Emserstraße.“
Dann die Ansage: „Sorgt dafür, dass die beschäftigt sind.“ Guerillataktik, um die Polizei an verschiedenen Stellen zu binden. Ob Herrfurthstraße oder Hasenheide. Immer mehr Krawallos strömten Richtung Flugfeld. Mehrere 1000 Leute waren es bis zum Nachmittag. Mit Enterhaken zerrten die Besetzer an einer Stelle Natodraht und Zaun nach unten.
Tempelhof-Besetzer narrten die Polizei im Clowns-Kostüm. Die Polizei kesselte die Clowns fand's nicht komisch - Festnahme.
A. Meyer
Berliner Kurier, 13. August 2009
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