Hass-Angriff auf Tempelhof
Berlin zittert vorm großen Randale-Finale
Drei Wochen brannten und randalierten sich die Chaoten warm, heute soll es auf dem Tempelhofer Flugfeld zur größten Besetzung der Welt kommen
EIn Autonomer testet vorab, wie sich der Zaun des Flughafens so anfühlt. Heute wollen ihn die Rowdys stürmen.
Meyer
Berlin - Die Chaoten kommen! Für heute bläst die autonome Szene zum Hass-Angriff auf den Flughafen Tempelhof. Ihr Plan: 10 000 Krawall-Macher sollen den Zaun zerschneiden oder überklettern. 1400 Polizisten stehen bereit, um diese Attacke abzuwehren. Schaffen es die Chaoten trotzdem aufs Flugfeld, wollen sie die größte Besetzung aller Zeiten starten.
Was die Hass-Truppen dabei anrichten können, wissen die Berliner sehr genau: Die Chaos-Szene treibt ja schon seit drei Wochen ihr Spiel mit der Angst der Bürger. „Aktionswochen“ nennen die Rowdys ihre Randale-Serie zynisch. Aber im Klartext heißt das nur, dass keine Nacht ohne Feuer-Anschläge auf Autos und Graffiti-Attacken vergeht. Erst gestern fackelten zwei Kiezstreifen-Autos in Reinickendorf und ein Porsche in Treptow ab. Die Polizei zählt jetzt über 30 zerstörte Autos.
Zaun-Klettern übte die Szene im Görlitzer Park.
Der Spaß am Krawall versteckt sich nur schlecht hinter angeblich hochpolitischen Absichten: Die Initiative „Squad Tempelhof“ fordert die Übergabe des stillgelegten Flughafens an die Öffentlichkeit. Allerdings: Mit dieser Idee liegt die Hass-Szene ja voll auf der Linie des Senats! Seit Tagen läuft eine Bürger-Befragung, bei der Anwohner und Kiez-Initiativen Vorschläge für die Flugfeld-Nutzung unterbreiten können. Hinzu kommen schon feststehende Groß-Veranstaltungen: Darunter sind ein Rock-Festival, Mode-Messen und ein Mega-Event für Skater, Snowboarder und Motocross-Fahrer.
Beim Hass-Angriff auf den Flughafen Tempelhof sind die Eier bedrohter Vögel in Gefahr. Dort hatten Autonome schon Stacheldraht abgerissen, den Arbeiter erneuerten.
Lebie
Völlig absurd erscheinen die Besetzer-Ansichten, liest man die Warnung des Naturschutzbunds: Während Autonome ja sonst gern über die „soziale und ökologische Revolution“ reden, könnten sie heute reihenweise Eier und Küken bedrohter Vögel zertrampeln. Auf dem Flughafen brüten zum Beispiel 100 Paare der seltenen Feldlerche.
Die Politik gibt bei alldem ein blamables Bild ab: Erst sicherten die Grünen den Chaoten politische Unterstützung (!) zu, jetzt fordern sie eine „Verschiebung“ der Besetzung. Die Jusos hingegen halten der Szene allen Ernstes die Stange! Die Deutsche Polizei-Gewerkschaft fordert, gefasste Zaun-Zerstörer vor Eil-Gerichte zu stellen: „Es drohen Haftstrafen bis zu zwei Jahren.“
GL, KEI, MOW
Hier machten sich die Chaoten schon mal warm: >> Brandstifter gefasst und Haus geräumt >> Chaoten brennen zehn Wagen ab >> Autos vom Ordnungsamt angezündet
Berliner Kurier, 13. August 2009
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