Hassbrenner
Jetzt machen sie schon Jagd auf Menschen
Kreuzberg: Aufruf zu Gewalt gegen Bewohner sanierter Häuser
„Yuppi-Schweine, Schüsse in die Beine“, sprühten die Unbekannten an die Wand.
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Kreuzberg – Autos abfackeln, Polizisten mit Steinen bewerfen, so kannte man die gewaltbereite autonome Szene in Berlin. Schlimm genug. Doch jetzt blasen die Randalierer zum Angriff auf unschuldige Mitbürger los, rufen offen zur Gewalt gegen Besserverdienende auf.
Es ist Donnerstagnacht, kurz nach null Uhr. In der Glogauer Straße in Kreuzberg hören Anwohner einen Knall, sehen kurz darauf Flammen. Unbekannte haben eine Brandbombe auf ein frisch saniertes Wohnhaus geschmissen. Das Benzingemisch explodiert, die Fassade brennt lichterloh. Anwohner alarmieren Polizei und Feuerwehr. Die anrückenden Einsatzkräfte können den Brand glücklicherweise löschen. Von den Attentätern fehlt bislang jede Spur.
Doch es ist nicht nur der feige Anschlag auf ein Wohnhaus, der Angst macht. An die Wand haben die Linksradikalen einen offenen Aufruf zur Gewalt gesprüht: „Yuppie-Schweine, Schüsse in die Beine“, prangt in großen Lettern an dem liebevoll sanierten Fabrikgebäude.
Daneben haben die Attentäter ein eingekreistes „A“ gesprüht. In linken Kreisen das Zeichen für Anarchie – Gesetzlosigkeit.
Auch einen schwarzen Stern haben die Unbekannten an die Wand gesprüht, auch er ist ein Markenzeichen der so genannten Autonomen.
Glücklicherweise wird bei dem feigen Anschlag niemand verletzt. Doch für die Baufirma könnte der Anschlag existenzbedrohend werden. Denn momentan laufen die Verkaufsverhandlungen für die sanierten Loft-Wohnungen. „Wenn unsere potenziellen Kunden das mitbekommen, springen die uns doch ab“, so ein Mitarbeiter der Firma.
Und weiter: „Wir sind ein kleiner Betrieb. Wir haben immer ein Objekt, sanieren das, verkaufen die Wohnungen und suchen uns dann ein neues Objekt. Und wenn eines davon ausfällt, dann sind wir pleite. Ganz einfach.“
Berliner Kurier, 22. Oktober 2009
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