Mehrfach vorbestraft
Die kranke Welt der Hassbrennerin
Trotz Anti-Gewalt-Seminar zündelte Alexandra R. (21) weiter
Der Wagen in Altglienicke brannte lichterloh.
Meyer
-
Zur Fotostrecke ››
Berlin - Rein, raus und wieder rein. Hassbrennerin Alexandra R. (21) bekam zwei Tage nach ihrer ersten Festnahme und sofortiger Freilassung doch noch einen Haftbefehl! Und das hat sie nur ihrer eigenen Schusseligkeit zu verdanken. Die Polizei fand einen Gegenstand, der ganz klar ihr gehört, direkt am Tatort.
Das ominöse Ding ist Alexandra entweder nahe dem Brandauto aus der Tasche gerutscht. Könnte auch sein, dass sie es einfach in der Liebigstraße vergessen hatte. "Es handelt sich dabei um einen zweiteiligen Gegenstand, von dem ein Stück nahe dem Tatort gefunden wurde", sagt Justizsprecher Michael Grunwald.
Die Polizei hatte aber erst keinen Bezug zur Verdächtigen festgestellt. Da die Ermittler laut Staatsanwaltschaft nicht zeitnah ihre Wohnung durchsucht hatten. Das war einer der Gründe, warum Alexandra R. Montagabend wieder aus der Polizeizelle entlassen wurde (KURIER berichte).
Dann ließ sich der Staatsanwalt die bisher gesicherten Beweise auflisten. "Er wies die Durchsuchung an", sagt Grunwald. Die war am Mittwochmorgen. Und siehe da, die Polizei fand das fehlende Gegenstück. Mit dem in Alexandras Wohnung an der Frankfurter Allee schon entdeckten Grillanzünder reichten die Beweise für den Haftbefehl.
Außerdem ist die Autonome mehrfach vorbestraft: Im Mai 2008 war sie an schweren Ausschreitungen beteiligt. Im April dieses Jahres verdonnerte ein Richter sie zu einem Anti-Gewalt-Seminar.
Freunde von Alexandra R. demonstrierten gestern vor dem Landeskriminalamt friedlich für ihre Freilassung.
Lesen Sie jetzt auch:
>> Der Streit um ihre Festnahme >> Die Feuer-Rache der Hassbrenner >> Polizei schnappt Hassbrennerin
Berliner Kurier, 13. August 2009
|