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Arme Uschi

Erst Pickel, jetzt Pornos Schätzchen klagt gegen Berliner Polizei

Sie kann einem ja wirklich Leid tun: Schätzchen Uschi Glas (61). Erst verliert sie ihren Pickel-Prozess gegen Stiftung Warentest. Die darf ihre Creme weiter mangelhaft nennen. Jetzt fühlt sich Uschi Glas wieder angeschmiert, kriegt selbst Pickel - vor Wut. Grund: Die Berliner Polizei soll sie in eine Porno-Affäre reingezogen haben.

Internet, Schmuddelseiten, eine fast faltenlose Schauspielerin und die Berliner Polizei - wie passt das zusammen? Glas-Anwalt Markus Roscher klärt auf: "Die Beamten ermittelten gegen einen Porno-Anbieter, wollten beweisen, dass sich Jugendliche mit Ausweisdaten von Erwachsenen auf den Seiten registrieren und die Sex-Seiten konsumieren können." Um das nachzuweisen, soll ein Ermittler die Ausweisdaten von Uschi Glas benutzt haben. War auch nicht weiter schwierig, denn der Ausweis war neben einem Glas-Interview in einer Schweizer Illustrierten abgedruckt. Beim Prozess gegen den Porno-Anbieter kam das durch Zufall raus.

Uschi Glas: "Ich fühle mich durch den Schmutz gezogen. Meine Personalien wurden auf Porno-Seiten gespeichert. Niemand hat sich bei mir entschuldigt." Schätzchen hat jetzt die Faxen dicke, zieht vor Gericht, will 20 000 Euro Schmerzensgeld wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte. Prozess-Termin ist der 5. Juli vorm Berliner Landgericht.

Ein Beamter, der nicht genannt werden möchte: "Mit dem Abdruck des Ausweises hat Frau Glas ihre Daten doch selbst öffentlich gemacht. Jeder hätte sie benutzen können. Man lässt doch auch sein EC-Karten-Geheimnummer nicht im Amtsblatt abdrucken ..."

Zitat: Ich fühle mich durch den Schmutz gezogen. Meine Personalien wurden auf Porno-Seiten gespeichert. Uschi Glas


Berliner Kurier, 02. Mai 2005