Textarchiv

Zoff in der Journalisten-Gewerkschaft

Berlin - Ein Streit erschüttert die Gewerkschaft Deutscher Journalisten-Verband: Der DJV-Gesamtvorstand schloss die Landesverbände Berlin und Brandenburg wegen Image-Schädigung aus, will neue Verbände gründen. Zuvor war ein Ultimatum verstrichen: Die Landesvorstände sollten binnen 20 Stunden zurücktreten.

Der DJV-Bundesvorstand hatte zunächst gefordert, dass ein am 15. Mai gewähltes Vorstandsmitglied in Brandenburg zurücktritt: Es sei rechtsradikal. Diese Behauptung wurde inzwischen vom Gericht verboten. Dann bemängelte er, dass diese Wahl und die in Berlin am 5. Juni auf fragwürdige Weise durchgeführt worden seien. Eine zunächst geforderte Prüfung der Unterlagen aber wird jetzt nicht mehr verlangt.

Der Berliner Verband will jetzt rechtlich gegen den Ausschluss vorgehen.


Berliner Kurier, 24. Juni 2004