Berlin - Chaostage in der Hauptstadt. Diesmal traf es den alten Schlachthof an der Landsberger Allee/Hausburgstraße. 200 Hausbesetzer belagerten stundenlang das Gelände. 114 Frauen wurden überprüft.
Und plötzlich waren sie da. Der Chaoten-Zirkus war wie aus dem Nichts aufgetaucht. Männer, Frauen, Kinder ein buntes Völkchen mit einer ganzen Wagenburg, einschließlich rollender Küche. Aber auf Ärger waren die Besetzer diesmal nicht aus. Ihr Ziel: Auf dem brach liegenden Platz sollte eine Begegnungsstätte, mit Internet-Café, Selbsthilfewerkstätten und einer Bevölkerungsküche entstehen.
Bündnis90/Grünen-Abgeordneter Hans-Christian Ströbele diskutierte stundenlang über den Abzug. Gegen 16 Uhr lief das Polizei-Ultimatum aus. 30 Jugendliche gingen freiwillig, andere wurden vom Platz getragen. "Alles blieb friedlich. Es gab keine Verletzten", sagt eine Polizeisprecherin.
Gestern kam es erneut zu drei Hausbesetzungen in Friedrichshain.
BU: Ende der Belagerung nach mehr als fünf Stunden. Gegen 16. 30 Uhr räumte die Polizei das Gelände an der Landsberger Allee (links).