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Rätselhafter Mord in Wohnung

KREUZBERG - Der Schädel eingeschlagen, am ganzen Körper blaue Flecke. Zwei Bekannte fanden Rainer Giersch (46, Elektriker) tot in seiner Ein-Zimmer-Wohnung. Rätselhafter Mord an der Köpenicker Straße 160.

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Die Spur führt ins Homosexuellen-Millieu. Seit zwei Jahren wohnte Giersch (gebürtiger Franzose) dort im 4. Stock des Siebengeschossers. Es gab häufig Ärger im Haus. Aus Gierschs Räumen (32 qm) dröhnte oft laute Musik, auch nachts. Wegen des Krachs hatte Nachbar Rolf M. (61) das spätere Mordopfer angezeigt.

"Aus Rache schlug er mit dem Hammer auf mich ein", berichtet der Frührentner. Rippe gebrochen, Platzwunde am Kopf, sechs Wochen krank. Rolf M.: "Giersch hatte oft Männerbesuche, ging fast täglich in Kneipen."

Fest steht, dass Giersch seinem Mörder selbst die Tür geöffnet haben muss. Als seine Freunde ihn tagelang vermissten, schauten sie vorbei, öffneten die Wohnung mit dem Zweitschlüssel, entdeckten die Leiche im Wohnzimmer. Jetzt wird der Computer des Toten ausgewertet. Chef-Ermittlerin Ilona Scholz: "Möglich, dass Giersch mit der bloßen Faust getötet wurde." Hinweise: S 69 93 27 91. scha


Berliner Kurier, 18. Februar 2000