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BERLIN (BLN)

Polizei-Reserve gegen Graffiti-Sprüher

BERLIN - Gegen Graffiti-Sprayer soll jetzt die Freiwillige Polizeireserve (FPR) eingesetzt werden. "Das ist in S- und U-Bahnen sowie Zugdepots geplant", sagte BVG-Sprecher Klaus Wazlak dem KURIER. Der FPR-Einsatz ist ein Ergebnis des "Initiativkreises Saubere Stadt", der sich gestern erstmals im Roten Rathaus traf.

Der Regierende Eberhard Diepgen (CDU) appellierte an die Berliner, sich für die Sauberkeit verantwortlich zu fühlen: "Es muß eine Gemeinschaftsaktion sein." Unter den 30 Teilnehmern waren S-Bahn-Chef Axel Nawrocki, Umweltsenator Peter Strieder (SPD), Ralf Regitz von der "Loveparade", Vertreter von BVG, BSR und Privatfirmen.

l BSR: Sie stellt in Karow-Nord Automaten mit Hunde-Sets (Tüte, Schaufel) auf. Drei Betriebshöfe nehmen 14 Tage kostenlos Autowracks an. 50 ABM-Kräfte und 115 Sozialhilfeempfänger schwingen den Besen.

l Die Müllfirma Alba reinigt Kreuzbergs Volkspark Hasenheide, Raab Karcher tauscht den Sand auf Spielplätzen aus.

l S-Bahn: 1052 Wagen kriegen neue Scheiben und Sitzpolster, Bahnhöfe Extra-Reinigungen. 45 Mitarbeiter säubern Wände und entfernen Graffiti.

l BVG: Eine schnelle Reinigungstruppe für die 168 Bahnhöfe, auf der U 1-U 4 wird öfter geputzt. ml


Berliner Kurier, 09. April 1997