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BRANDENBURG (BRA)

Gustav Büchsenschütz schrieb auf Stolpes Bitte auch die neuen Srophen

Vor 73 Jahren komponiert

Gustav Büchsenschütz war mit seiner Ehefrau gerade auf Verwandtenbesuch in der Lüneburger Heide, als er einen Brief von Ministerpräsident Manfred Stnlpe bekam. "Er bat um zusätzliche Strophen für die Brandenburg-Hymne, damit sich auch die Berliner in der Hymne wiederfinden", erinnert sich Irmgard Büchsenschütz. Wieder daheim in der Wohnung in Berlin-Steglitz, setzte sich Gustav Büchsenschütz sofort an seinen großen schwarzen Flügel: "Ich hatte schon kleine Entwürfe geschrieben, als vor Jahren zum ersten Mal von einer Fusion die Rede war" , sagt der Komponist. Vor wenigen Tagen begann Gustav Büchsenschütz, die Hymne weiterzudichten - 73 Jahre nach der ersten Aufführung seiner "Märkischen Heide". Das Originalmanuskript hatte er 1923 noch auf einen kleinen Zettel gekritzelt, es liegt heute in den Archiven der Staatsbibliothek Unter den Linden. Die neue Fassung nahm er diesmal auf einem kleinen Kassettenrecorder auf. "Was meinst du, ist das gut?" fragte er nach fast jedem Wort seine Ehefrau Irmgard. "Gemeinsam haben wir dann an den Reimen getüftelt und nach Potsdam geschickt", sagt sie. "Drei Strophen, jeweils mit Refrain, sind es geworden." Die brandenburgische Staatsregierung ist über das Ergebnis hocherfreut. "Die neuen Strophen sollen bei den kommenden Veranstaltungen zur Fusion mitgesungen werden", sagt Regierungssprecher Winfried Muder. Nur der Autor kann sich derzeit an der Fortsetzung seines Dauerschlagers nicht so richtig erfreuen: Er erholt sich in der Hubertus-Klinik in Berlin von einer Grippe. th

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Berliner Kurier, 25. Januar 1996