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"Gerhard Richter: Panorama"

"Gerhard Richter: Panorama"
Besucher gehen in der Neuen Nationalgalerie in Berlin durch die Ausstellung "Gerhard Richter: Panorama". © dapd
Berlin (dapd-bln). Eine große Gerhard-Richter-Retrospektive gibt ab Sonntag (12. Februar) Einblick in das vielseitige Werk des deutschen Malers über fünf Jahrzehnte. Einen Tag nach dem 80. Geburtstag des Künstlers wurde die spektakuläre Schau in dessen Anwesenheit am Freitag in der Neuen Nationalgalerie in Berlin vorgestellt.
Die Ausstellung mit dem Titel "Gerhard Richter: Panorama" präsentiert bis zum 13. Mai rund 130 Gemälde sowie fünf Skulpturen, die in enger Zusammenarbeit mit dem Maler ausgewählt wurden, wie Co-Kuratorin Dorothee Brill am Freitag sagte. Die Auswahl der Gemälde für die Retrospektive stelle das für Richters Schaffen typische Zwiegespräch zwischen Abstraktion und Figuration dar. Richter gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Gegenwart.
Der eher medienscheue Künstler bezeichnete den Mies-van-der-Rohe-Bau, in dessen gläsernem Obergeschoss die Ausstellung arrangiert ist, als "wundervoll".
Die für die Schau entwickelte offene Ausstellungsarchitektur ermögliche dem Besucher nun tatsächlich einen Überblick, betonte Brill. Den Eingang der großen Werkschau bildet Richters jüngstes, großformatiges Kunstwerk "Strip". Für die eigens für die Schau aufgestellten 5,50 Meter hohen Wände waren den Angaben zufolge tonnenweise Holz und 25.000 Nägel notwendig gewesen. Die Wände, an denen die zum Teil großformatigen Werke ausreichend Platz haben, sind zweimal in der Mitte durchbrochen. Durch die erste Lücke kann der Besucher wie durch ein Tor schreiten, um dann wie bei einem Panorama die Kunstwerke - beginnend mit dem ersten Bild Richters, dem Gemälde "Tisch" (1962) - zu betrachten. Im zweiten Durchbruch sind Richters "4 Glasscheiben" (1967) installiert.
Richter kündigte auf eine entsprechende Fragen an, in Zukunft wahrscheinlich nur noch kleine Bilder zu malen. Außerdem betonte er, dass er an keinem der Werke im Nachhinein etwas ändern würde. "Das käme nie infrage", betonte Richter gut gelaunt. Was er nie verkaufen würde von den ausgestellten Kunstwerken, könne er nicht sagen. Aber vielleicht das Werk "Gehöft" (1999).
Die Exposition wird wie von einem bunten Schmuckband umwunden - dem Werk "4900 Farben" (2007). Erstmals sind die zum Werk gehörenden 196 Tafeln in dieser Version zu sehen, wie Brill sagte. Sie sind direkt an den Wänden hinter den Glasfronten des Gebäudes angebracht und nehmen 200 umlaufende Meter ein. Jede der Tafeln besteht ihrerseits aus insgesamt 25 farbig lackierten Quadraten.
Die chronologisch angeordnete Schau entstand in Kooperation mit der Tate Modern in London und dem Centre George Pompidou in Paris. Ergänzend zur dieser Ausstellung ist in der Alten Nationalgalerie auf der Museumsinsel der bekannteste Zyklus des Künstlers, das 15-teilige Werk "18. Oktober 1977" zu sehen. Beide Ausstellungen wurden vom Verein der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht.
dapd
Quelle: dapd
(Bilder: facebook; matrix club & event gmbh; Hilde Vanstraelen/ www.sxc.hu ; www.d-c-fix.de  ; dpa)

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