Jan Stöß (links) und Michael Müller
Jan Stöß (links) und Michael Müller. Foto: Paul Zinken/Archiv dpa

Berliner SPD-Spitzenpolitiker: Wir müssen die AfD stellen

Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) und der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß haben sich für einen offensiven Umgang mit der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) ausgesprochen. «Wir müssen diese AfD stellen», sagte Stöß am Freitag auf einer Tagung der Berliner SPD-Fraktion in Jena. Das bedeute nicht, dass die SPD der AfD Einladungen zur Elefantenrunde ausspreche. Man müsse sie aber zur Diskussion herausfordern und den Kampf gegen Rechts offensiv führen. «Wir müssen die nicht aufwerten und irgendwelche Gesprächsangebote machen», sagte auch Müller. «Aber wenn die eine Diskussion haben wollen, können sie sie haben.»

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte einen gemeinsamen Fernsehauftritt mit der AfD abgesagt. «Die AfD hat sich stark radikalisiert», begründete sie das am Freitag im Deutschlandradio Kultur. «Es gibt für mich deshalb gar keinen Grund, mich in eine «Elefantenrunde» zu setzen, in der die AfD anwesend ist, obwohl sie nicht Mitglied im Landtag ist.» Auch Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) und Wirtschaftsminister Nils Schmid (SPD) hatten sich geweigert, vor der Wahl am 13. März mit einem AfD-Vertreter an einem Tisch zu sitzen.

Letzte Änderung: Freitag, 22. Januar 2016 18:40 Uhr
Quelle: dpa

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